Skip to content

Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der
Architektinnen und Architekten Österreichs

Burg Heinfels

Fertigstellung
2020
Preis
Nominierung
Bundesland
Tirol
Bauherr*in / Bauherren­schaft
A.Loacker Tourismus Gmbh, Museumsverein Burg Heinfels
Architekt*in
Mitterberger Gerhard ZtgmbH
Auf Google Maps anzeigen
Architekt*in
Mitterberger Gerhard ZtgmbH
Ort
Heinfels
Straße
Panzendorf 1
Postleitzahl
9920
Kategorie
Kulturbau
Nutzung
Privat
Fertigstellungsjahr
2020
Bürositz des Architekturbüros
Graz
Tragwerksplanung
Ebenbichler ZT-GmbH, Innsbruck; Johann Riebenbauer,Graz; Arnold Bodner, Lienz
Die im Kern aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts stammende Burg Heinfels wurde über Jahrhunderte ausgebaut, ehe im 18. Jahrhundert der Verlust ihrer ursprünglichen Funktion den Verfall der größten Burganlage Osttirols vorantrieb. Erst mit Erwerb der Burg durch den Südtiroler Süßwarenhersteller Loacker, der unterhalb der Burg seinen österreichischen Standort betreibt, konnten im Zusammenwirken mit dem Bundesdenkmalamt, dem Land Tirol und dem mit den umliegenden Gemeinden gegründeten Museumsverein konkrete Schritte zur Erhaltung der Burg gesetzt und mit der Planung eines Museums begonnen werden. Bestand in den 1990er Jahren noch der Wunsch nach einer Rekonstruktion, lautete nun die Ambition, den Verfall der Burg in den Mittelpunkt der Revitalisierung zu stellen und mit einer touristisch-kulturellen Nutzbarmachung den Fortbestand zu gewährleisten. Dem in der Revitalisierung von Burgen (Schloss Bruck in Lienz und der Festung Kufstein) erfahrenen Architekten Gerhard Mitterberger wurde die planerische Bewältigung des Balanceaktes zwischen Alt und Neu, Ruine und Bauwerk anvertraut. Im Versturz aufgefundene Baumaterialien wurden wiederverwendet und ansonsten die neuen Interventionen in Stahl, Beton und Holz vorgenommen. Großes Augenmerk wurde der bereits ruinösen Kapelle geschenkt, in der sich Konservierung, Restaurierung, Rekonstruktion und Neuinterpretation in einem Raum verdichten – letztere in Form von Leimbindern mit gewellten Kanten, die den formalen Spagat zwischen den ursprünglich bestehenden Decken – der romanischen Balkendecke und dem gotischen Gewölbe – bewerkstelligen.