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Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der
Architektinnen und Architekten Österreichs

Donau Hochwasserschutz Halle Sarling - Säusenstein

Fertigstellung
2019
Preis
Nominierung
Bundesland
Niederösterreich
Bauherr*in / Bauherren­schaft
Stadtgemeinde Ybbs an der Donau
Architekt*in
Architekturbüro Eva Rubin, DI Adalbert Haydn
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Architekt*in
Architekturbüro Eva Rubin, DI Adalbert Haydn
Ort
Ybbs an der Donau
Straße
Unterhausstraße 1
Postleitzahl
3375
Kategorie
Infrastrukturbau
Nutzung
Öffentlich
Fertigstellungsjahr
2019
Bürositz des Architekturbüros
Klagenfurt, Amstetten
Tragwerksplanung
Bauingenieure Lackner | Egger, Villach
Die Gemeinden am Donauufer sind es gewohnt, mit den Gefahren des Wassers zu leben. Mit dem Klimawandel häufen sich die Hochwasserereignisse und mit zunehmend dichterer Verbauung werden Schäden gravierender. Nach dem Hochwasser im August 2002 wurden in Niederösterreich etliche Hochwasserschutzprojekte in Angriff genommen. So auch in Ybbs an der Donau, wo es bereits beim 2011 fertiggestellten Hochwasserschutz entlang der Altstadtpromenade (Arch. Karl Langer, Georg Schumacher) gelang, den Zweck des Schutzes mit einer Aufwertung des öffentlichen Raums am Flussufer zu verbinden. Diese Erfahrungen flossen in das Schutzprojekt für die zur Gemeinde gehörenden Ortschaften Sarling und Säusenstein ein. Architektin Eva Rubin setzte die 700 Meter lange Schutzmauer in Form von Tangenten an die Rundungen des Straßenverlaufs. Die Stöße der Geraden boten die Chance zu Übergängen und einer Auflösung der Trennung zwischen Flussufer und Hinterland. Sandgestrahlter Beton evoziert die Materialsprache von Stein, die scharfkantige Ausführung bringt eine klare Plastizität mit sich. Am Sarlinger Hafen wurde das neue Lagergebäude für die Hochwasserschutzelemente mit dem bestehenden Zillenlager zu einem Ganzen gefasst. Das die beiden Lager verbindenden Dach schafft einen wettergeschützten Platz und rahmt den Durchblick zum Fluss. Ohne das Landschaftsbild zu beeinträchtigen wird das Schutzziel erreicht und als Mehrwert entstehen Orte zum Verweilen, die nicht zuletzt auch die zahlreichen Fahrradtouristen – in Spitzenzeiten bis zu 1000 täglich – erfreuen.