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Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der
Architektinnen und Architekten Österreichs

Kindergarten St. Gebhard

Fertigstellung
2020
Preis
Nominierung
Bundesland
Vorarlberg
Bauherr*in / Bauherren­schaft
Landeshauptstadt Bregenz
Architekt*in
Dorner\Matt\Architekten
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Architekt*in
Dorner\Matt\Architekten
Ort
Bregenz
Straße
Holzackergasse 2
Postleitzahl
6900
Kategorie
Schul- und Kindergartenbau
Nutzung
Öffentlich
Wettbewerb
2018
Fertigstellungsjahr
2020
Bürositz des Architekturbüros
Bregenz
Tragwerksplanung
Statik – Ziviltechniker GmbH Hämmerle – Huster
Es ist ein architektonisch und städtebaulich bemerkenswertes kommunales Zentrum, das ab der Nachkriegszeit im Bregenzer Stadtteil Schendlingen entstanden ist und nun vor dem Hintergrund der aktuellen Anforderungen der Siedlungsentwicklung und Bildungspolitik eine Weiterentwicklung erfuhr. Ein neuer Schulcampus, der aktuellen pädagogischen Konzepten gerecht wird, wurde 2017 eröffnet (Arch. Bär/Riegger/Querformat). Nun zieht der Kindergarten nach. Neben der Kirche St. Gebhard (Arch. Willibald und Wilhelm Braun, 1961) entstand 1968 nach Plänen von Guntram Mätzler ein Pfarrsaal und im rechten Winkel anschließend der Kindergarten, der zu klein geworden und nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechend durch einen Neubau ersetzt wurde. Dorner\Matt gelang mit dem deutlich vergrößerten Gebäude unter Fortführung der Linearität des Bestandes sowohl eine schlüssige Anbindung als auch eine Architektursprache, in der die Aufbrauchstimmung und der Innovationsgeist der 1960er Jahre in eine heutige Interpretation weitergeführt werden. Eine innere Magistrale entlang eines Netzwerks aus bis zu acht Meter hohen Lufträumen, Treppen, Brücken und Vorplätzen bietet Orientierung und das Erlebnis von Großzügigkeit und Weite. Die als Holzschatullen ausgebildeten Gruppenräume hingegen vermitteln Nähe und Heimeligkeit. Das gesamte Kindergarten- Team war in die Planung eingebunden um dem sogenannten „teiloffenen Konzept“ perfekte räumliche Bedingungen zu bieten. Jedes Kind hat dabei seinen festen Platz in der Stammgruppe, kann aber selbstständig über den Besuch verschiedener Lernwerkstätten entscheiden und so seine sozialen, intellektuellen und räumlichen Erfahrungen individuell gestalten.