Peterhof, Alpe Furx, Zwischenwasser
Furx ist ein kleines, ein sehr kleines Dörfchen auf 1.200 Meter Seehöhe, mit zehn Einwohner*innen, kein Tippfehler. Genau hier führen die beiden Familien Schmid und Rauch in vierter Generationen einen Gasthof, der schon zweimal abgebrannt ist und zuletzt so baufällig war, dass sich eine Renovierung nicht mehr auszahlte. Stattdessen erfüllten sich die Betreiber ihren Traum eines neuen Hotels mit zentralem Ausflugsgasthaus an der Straße und zehn über die Alpenwiese verstreuten Wohn-Chalets. Drei Architekturbüros aus Vorarlberg wurden eingeladen, in Form eines kleinen Wettbewerbs einen Entwurf für den neuen Peterhof auszuarbeiten. Die Entscheidung, an der sich auch Vertreter*innen der Gemeinde Zwischenwasser beteiligten, fiel auf das Projekt von Baumschlager Eberle: Herzstück ist ein großer, polygonaler Holzbau mit expressiver Dachlandschaft aus Kupfer. Der Gastronomiebereich ist überproportional groß dimensioniert und bietet auf diese Weise ausreichend Platz und räumliche Flexibilität für Feiern und Hochzeiten, die riesigen Fenster fangen dramatische Ausblicke in die Umgebung ein. Über geschwungene Gehwege geht es hinauf in die Wohnsiedlung. Die zehn Chalets, die mit Erdwärme geheizt werden, sind in unterschiedliche Himmelsrichtungen orientiert und mit Küche, Lehmofen, Sauna, Terrasse und hölzerner Outdoor-Badewanne überaus luxuriös ausgestattet. 59 der insgesamt 62 Gewerke stammen aus der Region, die handwerkliche Qualitätist sensationell. Wir vergeben fünf Sterne.