Skip to content

Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der
Architektinnen und Architekten Österreichs

Stadtbibliothek Dornbirn

Fertigstellung
2019
Preis
Nominierung
Bundesland
Vorarlberg
Bauherr*in / Bauherren­schaft
Stadt Dornbirn
Architekt*in
Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH
Auf Google Maps anzeigen
Architekt*in
Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH
Ort
Dornbirn
Straße
Schulgasse 44
Postleitzahl
6850
Kategorie
Kulturbau
Nutzung
Öffentlich
Wettbewerb
2015
Fertigstellungsjahr
2019
Bürositz des Architekturbüros
Bregenz
Tragwerksplanung
gbd ZT Gmbh, Dornbirn
Landschaftsarchitektur
Balliana Schubert Landschaftsarchitekten, Zürich
Gemessen an der Bevölkerungszahl ist die Dornbirner Bücherei eine der meistfrequentierten Österreichs. 1991 wurde sie in der kleinen „Stieger- Villa“ aus dem 19. Jahrhundert für eine Kapazität von 25.000 Medien und 100.000 Entlehnungen jährlich eingerichtet. Nach über 20 Jahren hatte sich der Medienbestand verdoppelt und die Entlehnungszahl nahezu vervierfacht. Als offener Wissens- und Ideenraum erfüllt die neue Stadtbibliothek nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ die Anforderungen der verschiedenen Zielgruppen jeden Alters und schafft zudem Platz für zahlreiche Veranstaltungen. Nächst der alten Bibliothek positionierten die Architekten Dietrich | Untertrifaller und Christian Schmölz den neuen Bibliothekspavillon so, dass er einen bewährten Trampelpfad durch die Wiese aufnimmt. Durch zwei gleichrangige Eingänge führt der gewohnte Weg nun in das zweigeschossige Foyer, das damit umso unmittelbarer zum öffentlichen Raum wird. Die äußerste Hülle des auf vier zusammengesetzten Parabeln basierenden Baukörpers bildet ein Gitter aus 8.000 stilisierten „Keramikbüchern“. Untertags dient es als Blend- und Sonnenschutz vor der Glasfassade, bei Dunkelheit macht es das Gebäude zur warm strahlenden Laterne. Diese Bücherei ist kein hermetischer Bücherspeicher, sondern ein einladendes lichtdurchflutetes städtisches Wohnzimmer, wo analog und digital Wissensdurst gestillt, Medienkompetenz vermittelt und auf facettenreiche Weise Kommunikation und Begegnungen gefördert werden, kurzum ein demokratischer Ort im besten Sinne.