Volks- und Berufsschule Längenfeldgasse
Fertigstellung
2020
Preis
Nominierung
Bundesland
Wien
Bauherr*in /
Bauherrenschaft
Stadt Wien – MA56 & MA19
Weiss, Wolfgang Gleissner, Thomas Breitsching
Architekt*in
PPAG Architects: Ing. Matthias Schenk, Verena Köll, Ing. Michael Kern-Farkas
© Hertha Hurnaus
Architekt*in
PPAG Architects: Ing. Matthias Schenk, Verena Köll, Ing. Michael Kern-Farkas
Ort
Wien
Straße
Längenfeldgasse 17f
Postleitzahl
1120
Kategorie
Schul- und Kindergartenbau
Nutzung
Öffentlich
Wettbewerb
2016
Fertigstellungsjahr
2020
Bürositz des Architekturbüros
Wien
Tragwerksplanung
EGKK Landschaftsarchitektur, Wien
Zeitgemäße räumlich-pädagogische
Konzepte sind mittlerweile im gesamten
Wiener Schulbauprogramm State
of the Art. Anna Popelka und Georg
Poduschka haben bereits mit dem
Bildungscampus Sonnwendviertel
(2014) wesentliche Impulse dazu
geliefert. Bei der komplexen Aufgabe
einer Nachverdichtung in einem
bereits sehr dicht verbauten Stadtteil
beweisen sie erneut – noch pointierter
– ihre Fähigkeit, Schule als Lernund
Erlebnislandschaft in der Stadt
zu positionieren. Der Neubau ist eine
neuartige Kombination einer ganztägig
geführten Volksschule mit 17
Klassen und der Erweiterung einer
Berufsschule mit 23 Klassen. Jungen
Menschen im Alter von sechs bis
zehn Jahren und bereits eine Berufskarriere
in Angriff genommenen
15–19jährigen galt es gleichermaßen
gerecht zu werden. Die Bildungsräume
der Jüngeren befinden sich zu
vier Clustern gruppiert bodennah
im horizontalen Bauteil. Darüber, im
sich nach oben verjüngenden Teil
lernen die Älteren. Aus der „Übungsfirma“
im obersten Geschoss haben
sie Aussicht über die Stadt und in
eine Zukunft voller Möglichkeiten.
Terrassen, Treppen und Rutschen
schaffen räumliche Verbindungen,
auf vielfältige Weise nutzbare Spielund
Bewegungsflächen und ermöglichen
– wie auch der gemeinsame
Hof – altersübergreifende Begegnungen.
Jeder Bildungsraum hat einen
Appendix als Rückzugsraum, Verglasungen
zum Multifunktionsbereich
und Spiegel erweitern die Wahrnehmung
der Raumabschlüsse. Vorhänge,
Matratzen und Kissen gestatten
unkomplizierte Szenarien der Raumaneignung.
Experimentierfreudig
werden überraschende räumliche
Konstellationen angeboten, die zu
Experimenten ermutigen.